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Virtuelles Lernen: Innovation in der Managementdiagnostik

Ob durch Digitalisierung, sich wandelnde Ansprüche der Generationen oder veränderte Unternehmensstrukturen: Die Herausforderungen an Arbeitskräfte in der heutigen Zeit steigen.

Eine effektive, individuelle Personalentwicklung setzt dabei fachliche und persönliche Potenziale frei und hilft im Berufskontext schwierige Situationen erfolgreich zu bewältigen. Um unsere Kunden bei dieser Aufgabe zu unterstützen, hat die ifp Mangementdiagnostik nun ein neues E-Learning Tool entwickelt. In der aktuellen Ausgabe unseres Newsletters möchten wir Ihnen einen Einblick in das neue Format, den ‚virtuellen Lernraum‘ und dessen Nutzen geben.
Die Idee und den Hintergrund für die Entwicklung des Tools erläutert Rainer Bäcker in einem Interview. Er geht zudem näher auf seinen Abschied aus der Rolle als Leiter der Managementdiagnostik und seine damit verbundene neue Funktion in der Zusammenarbeit mit dem ifp ein.
 Die ifp Managementdiagnostik hat zudem hochkompetente und tatkräftige Verstärkung erhalten. Zum Jahreswechsel sind mit Christiane Diefenbach und Dr. Saskia-Maria Weh zwei in der Beratungsbranche erfahrene Führungskräfte als Partnerinnen in das Unternehmen eingetreten. Gerne stellen wir Ihnen unsere neuen Kolleginnen in dieser Ausgabe vor.
Wir freuen uns wie immer über Feedback und Rückmeldungen zu unserem Newsletter! Teilen Sie uns unter newsletter@ifp-online.de mit, welche Themen Sie interessieren und worüber Sie gerne mehr erfahren möchten.
 
Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre dieser Ausgabe. 

 

Artikel zur Onlineplatform für virtuelles Lernen

Um eine bestmögliche Beurteilung und Entwicklung von Teilnehmerinnen und Teilnehmern sicherzustellen und hierbei auch langfristige Bedürfnisse und Wünsche unserer Kunden zu erfüllen, ist die ifp Managementdiagnostik bestrebt, ihr Portfolio fortwährend um neue und innovative Produkte zu erweitern. Im Zuge dessen haben wir nun die Onlineplattform ‚Lernraum‘ entwickelt.
 
Der virtuelle ‚Lernraum‘ stellt ein digitales Tool dar, welches es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die bereits ein Assessment Center in der ifp Managementdiagnostik durchlaufen haben, ermöglicht, selbständig an den vor Ort identifizierten und besprochenen Lernfeldern zu arbeiten. Integrationsmöglichkeiten und Anwendungsfelder ergeben sich auch im Nachgang zu Entwicklungsverfahren, großen Audits oder auch 360-Grad-Befragungen. Ziel ist es, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Chance zu bieten, sich persönlich weiterzuentwickeln und dies eigenverantwortlich und möglichst flexibel. Die Bearbeitung individueller Stärken und Entwicklungsfelder hilft unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern, neue Impulse und Perspektiven für den Arbeitsalltag zu erhalten und besonders kritische Situationen besser zu bewältigen.
 
Bei Interesse kann das neue Tool ‚Lernraum‘ bereits im Rahmen der Auftragsklärung oder im Nachgang an ein durchlaufenes Verfahren in den Leistungsumfang aufgenommen werden. Über einen individuellen Login erhalten Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Aufrufen der Plattform Zugriff auf das sogenannte Cockpit. Dieses ermöglicht ein Wechseln zwischen den verschiedenen Ebenen des Lernraums. Dort können Nutzerinnen und Nutzer beispielsweise auf ihren individuellen Ergebnisbericht sowie auf die Ergebnisse aus eventuell vorab durchgeführten Leistungstests und Persönlichkeitsverfahren zugreifen. So können sie sich auch im Nachgang an die Verfahren eigenständig mit den Ergebnissen beschäftigen. 

Über die Ebene ‚Entwicklung‘ werden verschiedene Übungen, Lerninhalte und Literatur bereitgestellt. Wichtig ist dabei eine Fokussierung auf zwei bis drei zentrale Lernfelder, die an den Diagnostikergebnissen des Teilnehmers oder der Teilnehmerin ausgerichtet und auf die persönlichen Stärken und Entwicklungsfelder zugeschnitten sind. Diese beziehen sich zum Beispiel auf Themen wie ‚Konflikte managen‘, ‚Feedback geben‘ oder ‚Selbstmanagement‘; das Inhaltsspektrum ist sehr breit und entsprechend individualisierbar.

 Die Ebene ‚Entwicklung‘ gliedert sich in zwei Bereiche ‚Lernen‘ und ‚Üben‘ auf. Im Bereich ‚Lernen‘ werden ausgewählte Fachliteratur, Videos, Podcasts oder Präsentationen zur Verfügung gestellt, die es ermöglichen, eigenständig, ortsunabhängig und flexibel bestehendes Wissen zu vertiefen und sich neue Kenntnisse anzueignen. Im zweiten Bereich ‚Üben‘ werden im Rahmen verschiedener Übungsszenarien die zuvor angeeigneten Wissensinhalte auf den Berufskontext übertragen und praktisch angewendet. Zum Beispiel helfen Reflexions- und Assoziationsübungen dabei, das ursprüngliche Verhalten zu reflektieren und mit den neu erlangten Kenntnissen anzupassen.   

Neben den bereits erläuterten Funktionen, die der virtuelle ‚Lernraum‘ bietet, ergibt sich zusätzlich die Möglichkeit, face-to-face Websitzungen über ein Video-Chat-Format mit den Beraterinnen und Beratern der ifp Managementdiagnostik zu buchen. Eine persönliche Beratung und dezidierte Erklärung der Inhalte wird dadurch möglich. 

Die Anwendungsvorteile des Lernraums auf einen Blick:

  • - integrierbar in bzw. ergänzend zum Entwicklungsplan im Unternehmen
  • - Anwendungsfelder im Nachgang zu verschiedenen Verfahrenstypen 
  • - gebündelte Informationen: Ergebnisse aus dem ifp Managementdiagnostik Verfahren,
      Stärken und Entwicklungsfelder, theoretische Lerninhalte und Übungen für den Praxistransfer
  • - eigenverantwortliche, flexible Bearbeitung und Fortschrittsdokumentation
  • - individualisierte Übungen zugeschnitten auf die persönlichen Entwicklungsfelder
  • - Möglichkeit der persönlichen Beratung über Video-Chat

Derzeit ist der ‚Lernraum‘ für unsere Kunden als Demo-Version zugänglich. Wenn Sie Interesse haben, die Plattform für Ihr Unternehmen zu nutzen oder diesbezüglich mehr erfahren möchten, dann melden Sie sich für weitere Informationen gerne unter newsletter@ifp-online.de. Für Rückfragen stehen wir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Darüber hinaus freuen wir uns über Ihr Feedback und Anregungen, um eine bestmögliche und an Ihren Bedürfnissen ausgerichtete Weiterentwicklung des Produktes vornehmen zu können. 

 

Interview: Rainer Bäcker im Gespräch

Interviewpartner
Rainer Bäcker, Diplom-Psychologe

Wie hat sich die Idee zum ‚virtuellen Lernraum‘ entwickelt?

RB: Wir sind als ifp Managementdiagnostik schon seit einiger Zeit dabei, die Möglichkeiten moderner Technologie für die Weiterentwicklung unseres Angebotes zu nutzen. Dabei ist es uns wichtig, damit Verbesserungen, sowohl hinsichtlich der Qualität unserer Dienstleistungen als auch der Prozessvereinfachung für unsere Kunden sowie eine Erhöhung der Datensicherheit zu erreichen. Erste Schritte waren dabei die Entwicklung unseres virtuellen Kundenbüros und das Angebot eines ‚hybriden‘ Einzelassessments – EAC 4.0. Seit längerem hat mich schon der Gedanke bewegt, auch für die Unterstützung der Führungskräfteentwicklung eine Cloud-basierte Lösung anzubieten. Wir wollen damit einen nahtlosen Übergang zwischen diagnostischem Prozess und der individuellen Weiterentwicklung der Teilnehmer unseres Assessments anbieten.

Für welche Teilnehmer beziehungsweise für welche Kunden ist der ‚Lernraum‘ besonders interessant?

RB: Grundsätzlich kann der ‚virtuelle Lernraum‘ allen Teilnehmern unserer Assessments und 360° Feedbacks angeboten werden. Besonders sinnvoll ist es als Ergänzung zu diagnostischen Verfahren, die eine Entwicklungsfragestellung als Ausgangspunkt haben. Sehr gut kann der ‚Lernraum‘ aber auch für Onboarding-Prozesse genutzt werden. Besonders sinnvoll erscheint mir das Angebot des ‚virtuellen Lernraums‘ aber auch bei großen Management-Audits oder umfangreichen Feedbackverfahren. Der ‚Lernraum‘ sichert dabei auf effiziente Weise einen guten Transfer der diagnostischen Erkenntnisse in die alltägliche Unternehmenspraxis. Gerade bei diesem Anwendungsfeld lohnt es sich, auch unternehmensspezifische Lösungen gemeinsam mit dem einzelnen Kunden zu entwickeln. Wir haben hier die technische Möglichkeit, sowohl was die Inhalte als auch das Design angeht, individuelle Lösungen anzubieten.

Sie haben die Managementdiagnostik in der Vergangenheit maßgeblich geprägt. Wie ist Ihre künftige Zusammenarbeit mit dem ifp geplant?

RB: Zum Jahresende 2018 bin ich aus allen meinen Funktionen im ifp ausgeschieden und habe die Führung der Managementdiagnostik an das neu formierte Team von Partnerinnen übergeben. Zukünftig werde ich als freiberuflicher Berater in den Themenfeldern Executive Assessment, Executive Coaching und Beratung tätig sein. In diesem Kontext werde ich freiberuflich auch für die ifp Managementdiagnostik weiter aktiv sein. Darüber hinaus bin ich gerade dabei, einen Innovationsbeirat für das gesamte ifp zu konzipieren und umzusetzen. Mich freut sehr, dass Jörg Will mich mit dieser Aufgabe betraut und mir die Sprecherrolle des Beirats angeboten hat. Das gibt mir die Möglichkeit, weiter mit dem ifp auch von meinem neuen Lebensmittelpunkt aus, im Süden Frankreichs, eng zusammenzuarbeiten.

Was verbirgt sich hinter dem Innovationsbeirat und was werden in diesem Zusammenhang wichtige Ziele und Herausforderungen sein?

RB: Mit dem Innovationsbeirat wollen wir die inhaltliche Arbeit der beiden ifp Gesellschaften begleiten und Unterstützung bei der Weiterentwicklung von Produkten und Angeboten geben. Der Innovationsbeirat versteht sich als ‚Arbeitsgremium‘ und nicht als Marketingmaßnahme. Wir wollen relevante neue wissenschaftliche und methodische Erkenntnisse einbringen und Innovationen anregen. Dabei verstehen wir uns ganz klar als Unterstützung für diejenigen im ifp, die Verantwortung für die tägliche Aufgabenerledigung tragen. Näheres, beispielsweise zur personellen Zusammensetzung des Innovationsbeirates, werden wir in Kürze bekanntgeben.

Und nun zum Abschluss noch eine persönliche Frage: Mit welchen Gedanken verlassen sie das ifp?

RB: Wie sie ja schon gesehen haben, verlasse ich das ifp ja gar nicht so ganz. Trotzdem ist es für mich natürlich nach 17 Jahren Aufbauarbeit und Leitung der Managementdiagnostik ein großer Schritt. Ich habe in der Zeit viel gelernt und einige Höhen und Tiefen erlebt. Insgesamt bin ich stolz darauf, was wir mit der Managementdiagnostik erreicht haben. Das ist nicht nur der wirtschaftliche Erfolg und das Wachstum über die Jahre, sondern auch, dass wir eine klare Haltung hinsichtlich unserer Arbeit als Berater entwickeln und leben konnten, die uns bei den Kunden und Teilnehmern ein klares Profil verschafft haben. Ob man diese Haltung mochte oder auch nicht, auf jeden Fall hat sie uns nicht ‚beliebig und austauschbar‘ gemacht, wie es doch einige Unternehmen sind, die sich in dem eitlen Beratermarkt tummeln. Auch ist es mir immer wichtig gewesen, für eine Eigenständigkeit der Managementdiagnostik im ifp einzutreten. Ich bin zutiefst überzeugt davon, dass dies ein wichtiger Aspekt unseres Erfolges ist und bin mir sicher, dass dies in Zukunft auch beibehalten wird. Es war eine spannende Zeit. Wir haben viel bewegt. Dabei haben wir nicht alles erreicht, was wir wollten, aber doch einiges. Ab jetzt werden die Partnerinnen der Managementdiagnostik den Geschäftsbereich prägen und weiterentwickeln. Das mitzuerleben und hin und wieder auch noch unterstützen zu können, darauf freue ich mich. 

 

Personalzuwachs

Mit Wirkung zum 1. Dezember und zum 1. Januar sind mit Christiane Diefenbach und Dr. Saskia-Maria Weh zwei neue Partnerinnen in das ifp eingetreten. Sie komplettieren das neue Führungsteam der ifp Managementdiagnostik.

Christiane Diefenbach war seit 2000 zuletzt als Group Director in der Personalberatungsbranche sowohl national als auch international tätig. Ihre beruflichen Schwerpunkte liegen branchenübergreifend im Talent Management, im Business-Coaching sowie in allen Fragen der Eignungsdiagnostik und der Organisationsentwicklung.

Dr. Saskia-Maria Weh konnte langjährige Erfahrung in einer internationalen Personalberatung sammeln. Seit 2005 war sie zuletzt als Bereichsleiterin der Serviceline Development tätig. Sie verfügt über umfassende Kenntnisse in der Managementdiagnostik und -entwicklung sowie in der strategischen Personalentwicklung und hat eine Coachingausbildung absolviert.

Wir freuen uns auf erfolgreiche Projekte, einen spannenden Austausch sowie die neuen Impulse, die die beiden setzen werden.